Bald geht es ab nach Spanien
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01.06.2026: Olivier Schneider, Torhüter und zusammen mit Mario Bernet und Marino Niggli Teammanager der 1.Liga-Kleinfeld-Herren der Iron Marmots Davos-Klosters, darf sich ab Juni Schweizer Nationalgoalie nennen. Denn er fährt mit dem Schweizer Nationalteam an die Kleinfeld-(3v3-)Weltmeisterschaft nach San Lorenzo de El Escorial in Spanien, die vom 12. bis 14. Juni stattfinden wird.
Damit schreibt Schneider weitere Marmots-Sportgeschichte. Denn bereits in diesem Frühjahr wurde solche geschrieben, als sich die Kleinfeld-Herren für den nationalen Cupfinal qualifizierten und in Kriens gegen Oekingen nach langer Führung knapp unterlagen. Der Torhüter muss den Schweizer Teamverantwortlichen bereits durch seine Leistungen in der Meisterschaft aufgefallen sein, denn er erhielt einen Anruf vom Nationaltrainer, ob er mal zu einem Sichtungstraining ins zürcherische Gossau kommen könne. Dort vermochte Schneider die Verantwortlichen erneut zu überzeugen, weshalb bald darauf ein Aufgebot ins Haus flatterte.
Bubentraum erfüllt sich
Natürlich habe er riesige Freude gehabt, als er das Aufgebot in den Händen gehalten habe, erklärt Schneider. «Auch aus meinem Bekanntenkreis gab es nur positive Feedbacks.» Er ist sich aber auch bewusst, dass die WM in Spanien eine grosse Herausforderung wird: «Ich habe dort einerseits eine andere Rolle als im Team der Marmots, und andererseits geht alles nochmals intensiver und schneller zu und her.» Trotzdem freut er sich «wie ein kleines Kind» auf die Einsätze, denn international war er zwar 2016 beim damaligen italienischen Meister FBC Bozen an der Euro Floorball Challenge in Budapest als Notfall-Goalie im Einsatz – «Dies nach einer Anfrage eines guten Freundes aus Bozen, da ihr Goalie kurz vor dem Turnier ausfiel» – aber noch nie für die Schweiz. Gleichzeitig ist Schneider stolz auf das Aufgebot: «Mit 43 Jahren ein solches zu erhalten, zeugt davon, dass meine Saison sehr erfolgreich war. Zudem vertrete ich nicht nur Davos Klosters, sondern die Schweiz und wurde aus diversen starken Torhütern ausgewählt.» Mit dem WM-Einsatz gehe ein Bubentraum in Erfüllung. «Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in irgendeiner Form unterstützt haben.»
Nach Knieverletzung zurückgekommen
Nach einer Knieverletzung legte Schneider grossen Wert auf eine solide Rehabilitation, «das hat sich ausbezahlt», erklärt der 43-Jährige. Für den grossen Auftritt mit der Schweiz in Spanien – wo die «Eidgenossen» als Titelverteidiger an den Start gehen werden – legte Schneider Extra-Trainingsschichten ein und war vor allem mit dem Bike viel unterwegs, mit dem Dürrboden als Lieblingsdestination. Dazu kamen Trainings mit dem Nationalteam in Gossau sowie im zürcherischen Brüttisellen. Am 10. Juni fliegt das Team nach Spanien, wo die Weltmeisterschaft vom 12. bis 14. Juni durchgeführt wird. Am 15. Juni reist man dann wieder in die Schweiz zurück.
Vorerst gilt Schneiders volle Konzentration zwar der WM, doch «danach holt mich der Alltag dann schnell wieder ein». Im August wird das erste Kleinfeld-Cupspiel mit den Iron Marmots stattfinden, und bald darauf startet die nächste Meisterschaft. Während das Team in dieser den Klassenerhalt in der 1. Liga zum Ziel gesetzt hat, legt man den Fokus auch diesmal wieder auf den Cup – mit dem Titelgewinn als ehrgeizigem Ziel.
Text: Pascal Spalinger
Foto: IMDK








